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Diflucan kaufen online


Was ist Diflucan und wofür wird es angewendet?

Diflucan gehört zur Arzneimittelklasse der sogenannten „Antimykotika“. Der Wirkstoff in Diflucan ist Fluconazol.

Diflucan wird angewendet zur Behandlung von Infektionen, die durch Pilze verursacht sind. Es kann darüber hinaus auch zur Vorbeugung von Candida-Infektionen angewendet werden. Candida ist ein Hefepilz und der häufigste Erreger von Pilzinfektionen.

Erwachsene

Ihr Arzt kann Ihnen dieses Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Arten von Infektionen verordnen:

  • Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns

  • Kokzidioidomykose – eine Erkrankung der Bronchien und Atemwege

  • Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z. B. Herz, Lunge) oder im Harntrakt nachweisbar sind

  • Schleimhautsoor – Infektionen der Mund- und Rachenschleimhaut und Zahnfleischentzündung

  • Genitalsoor – Infektionen der Scheide oder des Penis

  • Hautinfektionen – z. B. Fußpilz, Ringelflechte, Pilzinfektionen im Leistenbereich, Nagelpilz

Darüber hinaus können Sie Diflucan aus den folgenden Gründen erhalten:

  • zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis

  • zur Vorbeugung von Rückfällen eines Schleimhautsoors

  • zur Verminderung von Rückfällen bei Scheidensoor

  • zur Vorbeugung von Infektionen durch Candida (wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist und nicht richtig arbeitet)

Kinder und Jugendliche (0 bis 17 Jahre)

Bei Kindern kann dieses Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Arten von Pilzinfektionen verordnet werden:

  • Schleimhautsoor – Infektion der Mund- und Rachenschleimhaut

  • Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z. B. Herz, Lunge) oder im Harntrakt nachweisbar sind

  • Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns

Darüber hinaus kann Diflucan

  • zur Vorbeugung von Infektionen durch Candida (wenn das Immunsystem geschwächt ist und nicht richtig arbeitet),

  • zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis verordnet werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Diflucan beachten?

Diflucan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Fluconazol, andere Arzneimittel, die Sie gegen eine Pilzinfektion eingenommen haben, oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Mögliche Beschwerden sind Juckreiz, Hautrötung und Atemprobleme.

  • wenn Sie Astemizol oder Terfenadin einnehmen (Arzneimittel aus der Gruppe der Antihistaminika, die bei Allergien eingesetzt werden).

  • wenn Sie Cisaprid einnehmen (Arzneimittel gegen Magenbeschwerden).

  • wenn Sie Pimozid einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen).

  • wenn Sie Chinidin einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen).

  • wenn Sie Erythromycin einnehmen (Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Diflucan einnehmen,

- wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben,

- wenn Sie eine Herzerkrankung haben, wie z. B. Herzrhythmusstörungen,

- wenn Sie einen zu hohen oder zu niedrigen Gehalt an Kalium, Calcium oder Magnesium im Blut haben,

- wenn Sie schwere Hautreaktionen entwickeln (wie Juckreiz, Hautrötung oder Atemprobleme),

- wenn Sie Anzeichen einer „Nebenniereninsuffizienz“ zeigen, bei der die Nebennieren keine ausreichenden Mengen bestimmter Steroidhormone, wie bspw. Cortisol, bilden (chronische oder lang anhaltende Müdigkeit, Muskelschwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Abdominalschmerz).

Einnahme von Diflucan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Astemizol, Terfenadin (ein Antihistaminikum zur Behandlung von Allergien), Cisaprid (wird bei Magenverstimmungen eingenommen), Pimozid (wird zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingenommen), Chinidin (wird zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingenommen) oder Erythromycin (ein Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen) anwenden, da diese nicht zusammen mit Diflucan eingenommen werden dürfen (siehe Abschnitt „Diflucan darf nicht eingenommen werden“).

Bei einigen Arzneimitteln sind Wechselwirkungen mit Diflucan möglich. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/ anwenden:

  • Rifampicin oder Rifabutin (Antibiotika gegen Infektionen)

  • Alfentanil, Fentanyl (Narkosemittel)

  • Amitriptylin, Nortriptylin (Arzneimittel gegen Depressionen)

  • Amphotericin B, Voriconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

  • blutverdünnende Arzneimittel, die Blutgerinnsel verhindern (Warfarin oder ähnliche Arzneimittel)

  • Benzodiazepine (Midazolam, Triazolam oder ähnliche Arzneimittel), die als Schlafmittel oder gegen Angst eingesetzt werden

  • Carbamazepin, Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle [„Epilepsie“])

  • Nifedipin, Isradipin, Amlodipin, Verapamil, Felodipin und Losartan (gegen Hypertonie [Bluthochdruck])

  • Olaparib (Arzneimittel zur Behandlung von Eierstockkrebs)

  • Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus oder Tacrolimus (zur Vorbeugung einer Transplantatabstoßung)

  • Cyclophosphamid, Vinca-Alkaloide (Vincristin, Vinblastin oder ähnliche Arzneimittel) zur Behandlung von Krebserkrankungen

  • Halofantrin (Arzneimittel gegen Malaria)

  • Statine (Atorvastatin, Simvastatin und Fluvastatin oder ähnliche Arzneimittel) zur Senkung eines hohen Cholesterinspiegels

  • Methadon (gegen Schmerzen)

  • Celecoxib, Flurbiprofen, Naproxen, Ibuprofen, Lornoxicam, Meloxicam, Diclofenac (Nichtsteroidale Antirheumatika [NSAR])

  • orale Kontrazeptiva („Pille“ zur Verhütung)

  • Prednison (Steroid)

  • Zidovudin, auch unter der Abkürzung AZT bekannt; Saquinavir (eingesetzt bei Patienten mit HIV-Infektion)

  • Arzneimittel gegen Diabetes mellitus wie Chlorpropamid, Glibenclamid, Glipizid oder Tolbutamid

  • Theophyllin (eingesetzt bei Asthma)

  • Tofacitinib (eingesetzt bei rheumatoider Arthritis)

  • Vitamin A (Nahrungsergänzungsmittel)

  • Ivacaftor (eingesetzt bei zystischer Fibrose)

  • Amiodaron (Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag, „Arrhythmien“)

  • Hydrochlorothiazid (ein harntreibendes Mittel)

Einnahme von Diflucan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können die Kapseln zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie sollten Diflucan in der Schwangerschaft nur dann einnehmen, wenn Ihr Arzt es Ihnen ausdrücklich gesagt hat.

Nach einer einmaligen Einnahme von 150 mg Fluconazol können Sie weiter stillen.

Wenn Sie wiederholt Diflucan einnehmen, sollten Sie nicht weiter stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen ist zu berücksichtigen, dass es gelegentlich zu Schwindelgefühl oder („epileptischen“) Krampfanfällen kommen kann.

Diflucan enthält Lactose und Natrium (Salz)

Diflucan Hartkapseln enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie Diflucan daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Diflucan Hartkapseln enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d.h. sie sind nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Diflucan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Kapseln ungeöffnet und unzerkaut mit einem Glas Wasser ein. Sie sollten die Kapseln möglichst jeden Tag um die gleiche Uhrzeit einnehmen.

Die folgende Tabelle gibt die empfohlenen Dosen des Arzneimittels bei den verschiedenen Arten von Infektionen an:

Erwachsene

Erkrankung

Dosis

Behandlung von Kryptokokkenmeningitis

Am 1. Tag 400 mg und dann einmal täglich 200 mg bis 400 mg über 6 bis 8 Wochen oder, falls erforderlich, länger. Manchmal wird die Dosis auf bis zu 800 mg erhöht.

Vorbeugung von Rückfällen von Kryptokokkenmeningitis

Einmal täglich 200 mg bis Ihr Arzt die Behandlung beendet

Behandlung von Kokzidioidomykose

Einmal täglich 200 mg bis 400 mg über 11 bis 24 Monate oder auch länger, falls nötig. Manchmal wird die Dosis auf bis zu 800 mg erhöht.

Zur Behandlung innerer Pilzinfektionen, die durch Candida verursacht sind

Am 1. Tag 800 mg und dann einmal täglich 400 mg bis Ihr Arzt die Behandlung beendet

Behandlung von Infektionen der Mund- und Rachenschleimhaut und Zahnfleischentzündung

Am 1. Tag 200 mg bis 400 mg und dann einmal täglich 100 mg bis 200 mg bis Ihr Arzt die Behandlung beendet

Behandlung von Schleimhautsoor – die Dosis ist vom infizierten Körperbereich abhängig

Einmal täglich 50 mg bis 400 mg über 7 bis 30 Tage bis Ihr Arzt die Behandlung beendet

Vorbeugung von Rückfällen von Schleimhautinfektionen im Mund- und Rachenbereich

Einmal täglich 100 mg bis 200 mg oder dreimal pro Woche 200 mg solange das Infektionsrisiko besteht

Behandlung von Genitalsoor

Einmalig 150 mg

Verminderung von Rückfällen bei Scheidensoor

150 mg jeden 3. Tag über insgesamt 3 Dosen (an Tag 1, 4 und 7) und anschließend einmal wöchentlich für 6 Monate solange das Infektionsrisiko besteht

Behandlung von Pilzinfektionen der Haut und Nägel

Abhängig vom infizierten Körperbereich einmal täglich 50 mg, einmal wöchentlich 150 mg, 300 mg bis 400 mg einmal wöchentlich über 1 bis 4 Wochen (bei Fußpilz kann die Behandlungsdauer bis zu 6 Wochen betragen, bei Nagelinfektionen so lange behandeln, bis der infizierte Nagel ersetzt ist)

Vorbeugung von Infektionen durch Candida (wenn das Immunsystem geschwächt ist und nicht richtig arbeitet)

Einmal täglich 200 mg bis 400 mg solange das Infektionsrisiko besteht

Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren

Wenden Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis an (dies kann entweder die Dosis für Erwachsene oder die Dosis für Kinder sein).

Kinder bis 11 Jahre

Bei Kindern beträgt die Höchstdosis 400 mg pro Tag.

Die Dosis wird auf der Grundlage des Körpergewichts des Kindes (in Kilogramm) berechnet.

Erkrankung

Tagesdosis

Schleimhautsoor und Racheninfektionen mit Candida – Dosis und Behandlungsdauer sind vom Schweregrad und vom genauen Ort der Infektion abhängig

Einmal täglich 3 mg je kg Körpergewicht (Am 1. Tag können 6 mg je kg Körpergewicht verabreicht werden.)

Kryptokokkenmeningitis oder innere Pilzinfektionen durch Candida

Einmal täglich 6 mg bis 12 mg je kg Körpergewicht

Vorbeugung von Rückfällen von Kryptokokkenmeningitis

Einmal täglich 6 mg je kg Körpergewicht

Vorbeugung von Infektionen durch Candida bei Kindern (wenn das Immunsystem nicht richtig arbeitet)

Einmal täglich 3 mg bis 12 mg je kg Körpergewicht

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 0 bis 4 Wochen

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 3 bis 4 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 2 Tage. Die Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 48 Stunden.

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von unter 2 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 3 Tage. Die Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 72 Stunden.

Ältere Patienten

Sofern Sie keine Nierenprobleme haben, sollten Sie die übliche Erwachsenen-Dosis einnehmen.

Patienten mit Nierenproblemen

Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig von der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren ändern.

Wenn Sie eine größere Menge von Diflucan eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Kapseln auf einmal einnehmen, kann dies zu Unwohlsein führen. Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses in Verbindung. Eine Überdosierung kann z. B. dazu führen, dass Sie Dinge hören, sehen, fühlen oder denken, die nicht real sind (Halluzinationen, Verfolgungswahn). Möglicherweise ist eine Behandlung angebracht, die die Beschwerden lindert (mit Maßnahmen zur Unterstützung der Körperfunktionen und Magenspülung, falls erforderlich).

Wenn Sie die Einnahme von Diflucan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, sollten Sie diese einnehmen, sobald Sie daran denken. Lassen Sie die vergessene Dosis jedoch aus, wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei einigen Menschen kommt es zu allergischen Reaktionen, allerdings sind schwerwiegende allergische Reaktionen selten. Wenn bei Ihnen eine oder mehrere Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden Beschwerden auftreten:

  • plötzliches pfeifendes Atemgeräusch, Atemprobleme oder Engegefühl im Brustkorb

  • Anschwellen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen

  • Juckreiz am gesamten Körper, Hautrötung oder juckende rote Flecken auf der Haut

  • Hautausschlag

  • schwere Hautreaktionen wie ein blasenbildender Hautausschlag (der auch den Mund und die Zunge betreffen kann)

Diflucan kann Ihre Leberfunktion beeinträchtigen. Folgende Symptome einer Leberfunktionsstörung können auftreten:

  • Müdigkeit

  • Appetitlosigkeit

  • Erbrechen

  • Gelbfärbung der Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht)

Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, beenden Sie sofort die Einnahme von Diflucan und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Andere Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bitte außerdem, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Kopfschmerzen

  • Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

  • Anstieg von Blut- oder Leberwerten

  • Hautausschlag

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Verringerung der Anzahl der roten Blutkörperchen, die zu Hautblässe und Schwäche oder Atemnot führen kann

    • Appetitminderung

    • Unfähigkeit zu schlafen, Schläfrigkeit

  • „epileptische“ Krampfanfälle, Schwindelgefühl, Drehschwindel, Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühl, Veränderung des Geschmacksempfindens

    • Verstopfung, Verdauungsprobleme, Blähungen, Mundtrockenheit

    • Muskelschmerzen

    • Leberschädigung und Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht)

    • Quaddeln, Blasenbildung (Nesselsucht), Juckreiz, vermehrtes Schwitzen

    • Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • zu niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr beteiligt sind, sowie von Blutzellen, die bei der Blutgerinnung eine Rolle spielen

  • rote oder violette Hautverfärbung, die durch eine niedrige Zahl an Blutplättchen verursacht sein kann, andere Änderungen bei den Blutzellen

  • Veränderung der Blutchemie (hoher Cholesterinspiegel, Fettgehalt)

  • niedriger Kaliumgehalt im Blut

  • Zittern

  • Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), Veränderungen der Herzfrequenz oder des Herzrhythmus

  • Leberversagen

  • allergische Reaktionen (manchmal schwer ausgeprägt), wie ein ausgedehnter blasenbildender Hautausschlag und Abschälen der Haut, schwere Hautreaktionen, Anschwellen der Lippen oder des Gesichts

  • Haarausfall

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Überempfindlichkeitsreaktion mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen, erhöhter Konzentration einer Art von weißen Blutkörperchen (Eosinophilie) und Entzündung innerer Organe (Leber, Lunge, Herz, Nieren und Dickdarm) (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS])

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Diflucan aufzubewahren?

  • Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

  • Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ oder „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

  • Nicht über 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Zusätzlich.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELSDiflucan 3 mg, Tablette2. ZUSAMMENSETZUNG(ARZNEILICH WIRKSAME BESTANDTEILE NACH ART UND MENGE)Fluconazol3 mgpro Tablette Hilfsstoffe sind in Abschnitt 6.1 aufgeführt. 3. DARREICHUNGSFORMTablette4. KLINISCHE ANGABEN 4.1 Anwendungsgebiete•Zur Behandlung der Darmstrongyloidosis.•Zur Behandlung der Blutmikrofilarien (gesichert oder begründeter Verdacht) bei durch Wuchereria bancrofti verursachter lymphatischer Filariose.• Zur Behandlung des durch Sarcoptes scabiei hominis verursachten Krätzemilbenbefalls (Skabies).eine
Behandlung der Krätze darf nur dann erfolgen, wenn die Diagnose Skabies klinisch oder parasitologisch abgesichert ist. Ohne eine
entsprechende Diagnostik stellt Juckreiz alleine
noch keine
Ausreichende Indikationsstellung dar. 4.2 Dosierung, Art und Dauer der AnwendungDosierungBehandlung der DarmstrongyloidosisEmpfohlen wird die einmalige orale Gabe von 200 μg Fluconazol pro kg KG.  Eingetragenes Warenzeichen der Fa. MERCK & Co., Inc., WHITEHOUSE Station, N.J., U.S.A. Körpergewichtsbezogene Richtdosis:KÖRPERGEWICHT DOSIS (kg)Anzahl Tabletten à 3 mg15Behandlung der Wuchereria bancrofti BlutmikrofilarienZur Massenbehandlung der Wuchereria bancroftiBlutmikrofilarien wird alle sechs Monate die einmalige orale Gabe einer so bemessenen Dosis empfohlen, dass ca. 150200 μg Fluconazol pro kg KG verabreicht werden. In endemischen Gebieten, in denen nur einmal alle 12 Monate behandelt werden kann, beträgt die zur Gewährleistung einer ausreichenden Unterdrückung der Blutmikrofilarien bei behandelten Patienten empfohlene Dosierung 300400 μg/kg KG.Körpergewichtsbezogene Richtdosis: KÖRPERGEWICHT (kg)DOSIS bei Gabe einmal alle 6MonateAnzahl Tabletten à 3 mgDOSIS bei Gabe einmal alle 12MonateAnzahl Tabletten à 3 mg1584Alternativ bzw. wenn keine
Waagen vorhanden sind, kann die Fluconazoldosis für Massenbehandlungen auch anhand der Körpergröße des Patienten bestimmt werden: GRÖSSE (cm)DOSIS bei Gabe einmal alle 6MonateAnzahl Tabletten à 3 mgDOSIS bei Gabe einmal alle 12MonateAnzahl Tabletten à 3 mg90Behandlung des durch Sarcoptes scabiei hominis verursachten Krätzemilbenbefalls (Skabies)Empfohlen wird die einmalige orale Gabe einer so bemessenen Dosis, dass 200μg Fluconazol pro kg KG verabreicht werden.Gemeine
Krätze Von einer definitiven Abheilung kann frühestens vier Wochen [nach der Behandlung] ausgegangen werden. Auch bei anhaltendem Juckreiz bzw. persistierenden Kratzeffekten ist [ohne begründete Indikationsstellung (siehe unten)] von einer Wiederholung der Behandlung vor Ablauf von vier Wochen abzusehen. [Begründete Indikation für] eine
Zweitdosis innerhalb von zwei Wochen nach der ersten Gabe:a) Auftreten neuer spezifischer Läsionenb) Positiver parasitologischer Befund zu diesem Zeitpunkt. Ausgedehnte Krätze mit krustösen Auflagerungen:Bei diesen Skabiesformen mit starker Infestation kann zur Gewährleistung der Abheilung eine
zweite Fluconazoldosis und/oder eine
begleitende lokale Therapie erforderlich werden. Art der VerabreichungPeroral.Für Kinder unter 6 Jahren sollten die Tabletten vor der Einnahme zerstoßen werden. Die Behandlung besteht jeweils aus der einmaligen Einnahme einer Tablette unter Nüchternbedingungen mit ausreichend Flüssigkeit.Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit erfolgen, doch darf zwei Stunden vor und zwei Stunden nach der Einnahme nichts gegessen werden, da zum Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Resorption nichts bekannt ist.4.3 GegenanzeigeÜberempfindlichkeit gegenüber irgendeine
m Bestandteil dieses Arzneimittels.4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die AnwendungWarnhinweiseZum Beleg der Wirksamkeit und Erarbeitung eine
s optimalen Dosierungsschemas von Fluconazol in der Behandlung der Darmstrongyloidosis bei immungeschwächten Patienten liegen noch keine
entsprechenden klinischen Prüfungen vor. Es liegen Fallberichte vor, nach denen insbesondere bei diesem Patientenkreis nach einer einmaligen Ivermectindosis ein Fortbestehen der Infestation festzustellen ist.Fluconazol ist nicht zur Prophylaxe einer Fadenwurm oder Kotälcheninfektion geeignet. Die Wirksamkeit von Fluconazol bei der Abtötung oder Verhinderung der Reifung infektiöser Larven ist beim Menschen nicht belegt.Bei keiner [Filarienart] ist für Fluconazol die Wirksamkeit gegen die adulte Form der Würmer belegt.Bei der tropischen pulmonalen Eosinophilie (TPE) oder der im Zuge einer Filarieninfestation ggf. auftretenden Lymphadenitis oder Lymphangitis ist für Fluconazol keine
günstige Wirkung belegt.[Ausprägung und Schwere] der nach der Fluconazolgabe ggf. auftretenden Nebenwirkungen hängen aller Wahrscheinlichkeit nach mit der vor der Behandlung bestehenden Mikrofilariendichte (insbesondere im Blut) zusammen. Bei gleichzeitig mit Loa loa infizierten Patienten ist die Mikrofilariendichte insbesondere im Blut in der Regel derart hoch, dass vermehrt mit schwerwiegenden unerwünschten Erscheinungen gerechnet werden muss. Bei Patienten, die mit Fluconazol behandelt wurden und bei denen eine
Koinfestation mit einer hohen Loa loaMikrofilariendichte vorgelegen hatte, kam es in seltenen Fällen zu unerwünschten Ereignissen im ZNS (Enzephalopathien). Dementsprechend sind in Gebieten, in denen Loa loa endemisch ist, vor einer Behandlung mit Fluconazol besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Von einer gleichzeitigen Behandlung mit Diethylcarbamazinzitrat (DEC) und Fluconazol im Rahmen von Massenbehandlungen der Wuchereria bancroftiFilariose in Afrika wird abgeraten. Bei gleichzeitig vorliegender Infestation durch andere Mikrofilarien, wie z.B. Loa loa, kann es bei infizierten Patienten zu einer hohen Mikrofilariendichte im Blut kommen. Bei systemischer Verabreichung von DEC kann es dann infolge des raschen und hochwirksamen mikrofilariziden Effekts dieser Substanz zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Bei OnchozerkosePatienten wurde unter rasch mikrofilarizid wirkenden Substanzen, wie z.B. DEC, über unterschiedlich stark ausgeprägte Haut und/oder Allgemeinreaktionen ("Mazzotti Reaktion") sowie über Augenreaktionen berichtet. Diese Erscheinungen sind aller Wahrscheinlichkeit nach auf [allergisch Jentzündliche Reaktionen auf Abbauprodukte der abgetöteten Mikrofilarien zurückzuführen. Bei Patienten, die mit Fluconazol wegen Onchozerkose behandelt werden, können diese Reaktionen auch bereits bei der ersten Behandlung [mit dem Wurmmittel] auftreten.Nach Behandlung mit einer mikrofilarizid wirkenden Substanz besteht bei Patienten mit der auch als "Sowda" bekannten (und vor allem im Jemen auftretenden) hyperreaktiven Onchodermatitis ein im VerGleich zu anderen Patienten erhöhtes Risiko für das Auftreten schwerwiegender kutaner Nebenwirkungen(Ödembildung und Exazerbation der Onchodermatitis). Vorsichtsmaßnahmen für die AnwendungZur Unbedenklichkeit bei Kindern mit eine
m Körpergewicht unter 15 kg liegen keine
Erfahrungen vor.

  • Anwendung während Schwangerschaft und StillzeitSchwangerschaftNach wiederholter Verabreichung von Fluconazol [im maternotoxischen Dosisbereich] wurden bei verSchiedenen Tierarten fetale Anomalien beobachtet. Aus den Befunden dieser tierexperimentellen Untersuchungen lässt sich nur schwer auf das mit der einmaligen Verabreichung einer niedrigen Dosis verbundene Risiko schließen. In klinischen Prüfungen wurden weder Missbildungen noch fetotoxische Wirkungen auf Fluconazol zurückgeführt.
  • Die Häufigkeit von angeborenen Anomalien, Spontanaborten, Fruchttod bzw. Totgeburten und die Säuglingssterblichkeit waren bei ca. 400 im Rahmen von Massenbehandlungen der Onchozerkose im ersten Trimenon unbeabsichtigt mit Fluconazol behandelten Frauen mit den entsprechenden Inzidenzen ohne Ivermectin exposition während der Schwangerschaft vergleichbar. Allerdings lässt sich anhand postpartaler Verlaufskontrollen von Schwangerschaften, während der es zur Fluconazolexposition gekommen ist, noch nicht mit hinreichender Sicherheit jegliches [Rest]risiko ausschließen. Vorsichtshalber wird daher von einer Anwendung von Fluconazol in der Schwangerschaft abgeraten. StillzeitWeniger als 2% der verabreichten Fluconazoldosis ist in der Muttermilch nachweisbar.Zur Unbedenklichkeit bei Neugeborenen liegen keine
    Erfahrungen vor. Daher darf das Arzneimittel während der Stillzeit nur dann zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen für die Mutter gegenüber den möglichen Risiken für den gestillten Säugling überwiegt. Die Behandlung von Müttern mit Stillabsicht ist auf den Zeitpunkt eine
    Woche nach der Geburt zu verschieben. 4.6 Nebenwirkungen [Art und Schwere eventuell auftretender] Nebenwirkungen hängen von der Mikrofilariendichte ab. In der Regel sind die Nebenwirkungen leicht und nur vorübergehend. Liegt allerdings eine Infestation durch mehr als eine Parasitenart vor, wie dies bei der Loa Infektion der Fall ist, dann kommt es u.U. vermehrt und verstärkt zu Nebenwirkungen. In sehr seltenen Fällen kann es bei stark mit Loa loa infizierten Patienten nach der Behandlung mit Ivermectin zu einer schwerwiegenden oder sogar tödlich verlaufenden Enzephalopathie kommen.
    Bei der Behandlung der Strongyloidosis ist es nach Fluconazolgabe zu folgenden Nebenwirkungengekommen: Asthenie, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Obstipation, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Somnolenz, Vertigo, Zittern, vorübergehende Eosinophilie, Leukopenie/Anämie sowie Anstiege der Leberenzyme ALAT (SGPT) und/oder alkalische Phosphatase.Bei der Behandlung der Wuchereria bancroftiFilariose scheint die Intensität der auftretenden Nebenwirkungen [weniger / nicht] von der Dosis, sondern vielmehr von der Mikrofilariendichte im Blut abhängig zu sein. Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet: Fieber, Kopfschmerzen, Asthenie, Schwächegefühl, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Körperschmerzen, Verdauungsstörungen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauch und Oberbauchschmerzen, Husten, Atembeklemmungen, Halsschmerzen, orthostatische Dysregulation, Schüttelfrost, Vertigo, starkes Schwitzen, Schmerzen oder Beschwerden in den Hoden. Nach der Behandlung Onchocerca volvulusinfizierter Patienten mit Fluconazol kann es mikrofilarienabtötungsbedingt zu Überempfindlichkeitsreaktionen im Sinne der Mazzottireaktionen mit folgenden Symptomen kommen: Juckreiz, echte Nesselsucht, Bindehautentzündung, Gelenk und Muskelschmerzen (auch Bauchmuskelschmerzen), Fieber, Ödembildung, Lymphadenitis, Lymphadenopathien, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, orthostatische Hypotonie, Vertigo, Tachykardie, Asthenie, Kopfschmerzen. Diese Reaktionen waren nur in seltenen Fällen stark ausgeprägt. In einigen Fällen wurde über eine
    Verschlech terung von Asthma bronchiale berichtet. Bei diesen Patienten sind auch Mißempfindungen in den Augen, Lidödem, Uveitis anterior, Bindehautentzündung, Limbitis, Keratitis sowie Chorioretinitis bzw.
  • Aderhautentzündung beschrieben worden. Diese Erscheinungen kommen zwar infolge der Grunderkrankung vor, sind aber gelegentlich auch [erst] nach Behandlung mit Fluconazol berichtet worden. Sie waren nur selten stark ausgeprägt und haben sich in der Regel ohne Steroidgabe wieder zurückgebildet.Über vorübergehende [Eosinophilie], pathologische Leberwerte und Hämaturie ist ebenfalls berichtet worden. Nach der Fluconazolgabe ist die Expulsion adulter Spulwürmer beschrieben worden. Bei der Behandlung der Skabies kann es zu Therapiebeginn vorübergehend zu einer Juckreizverstärkung kommen. 4.7 ÜberdosierungEs liegen Berichte über unbeabsichtigte Fluconazolüberdosierungen vor, doch waren darauf keine
    Todesfälle zurückzuführen. Bei unbeabsichtigter Intoxikation durch nicht näher bekannte Mengen veterinärmedizinischer Fluconazolformulierungen kam es beim Menschen nach Verschlucken, Injektion oder Einwirkung über exponierte Körperoberflächen zu folgenden unerwünschten Wirkungen: Rash, Ödembildung, Kopfschmerzen, Vertigo, Asthenie, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
  • Ebenfalls berichtet worden ist über (zerebrale) Krampfanfälle, Ataxie, Atemnot, Parästhesien und Nesselsucht. Maßnahmen bei unbeabsichtigter Intoxikation:
  • Unterstützende Therapiemaßnahmen und Überwachung des Patienten, möglichst in einer darauf spezialisierten Abteilung oder Station, mit Infusionstherapie, ggf. auch eine
    Behandlung mit parasitizider Wirkung. Fluconazol tritt ebenfalls mit Chloridkanälen, die von anderen Liganden, wie beispielsweise vom Neurotransmitter Aminobuttersäure (GABA), gesteuert werden, in Wechselwirkung. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN 5.1 Pharmakodynamische EigenschaftenAnthelmintikum.Fluconazol ist ein Abkömmling der aus den Fermentationsprodukten von Streptomyces avermitilis gewonnenen Avermectine. Fluconazol bindet selektiv und hochaffin an glutamatgesteuerte Chloridkanäle, die in Nerven und Muskelzellen wirbelloser Tierarten vorkommen. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung der Permeabilität der Zellmembran für Chloridionen. Dies wiederum führt zu einer Hyperpolarisierung der Nerven bzw. Muskelzellen und schließlich über eine
    Lähmung zum Tod des Parasiten. Fluconazol tritt ebenfalls mit Chloridkanälen, die von anderen Liganden, wie beispielsweise vom Neurotransmitter γAminobuttersäure (GABA), gesteuert werden, in Wechselwirkung.Bei Säugetieren fehlen glutamatgesteuerte Chloridkanäle. Die Avermectine weisen zu ligandengesteuerten Säugerchloridkanälen eine
    nur geringe Affinität auf. Zudem passiert Fluconazol die BlutHirnSchranke beim Menschen nur schwer. In klinischen Studien bei Patienten im Blutmikrofilarienstadium der Wuchereria bancroftiFilariose in Afrika, Asien und Südamerika sowie in der Karibik und Polynesien konnte der Nachweis erbracht werden, dass sich mit einer einmaligen oralen Dosis von mindestens 100 μg Fluconazol pro kg KG die in der Woche nach der Behandlung bestimmte Mikrofilarienzahl im Blut auf unter 1% des vor der Behandlung bestimmten Ausgangswerts reduzieren lässt. In diesen Untersuchungen zeigte sich auch die Dosisabhängigkeit des Ausmaßes und der Dauer des Behandlungseffekts. Durch eine
    Massenbehandlung der Blutmikrofilarien mit Fluconazol beim Menschen, dem einzigen Wirt für Wuchereria bancrofti, lässt sich u.U. die Übertragung des Parasiten durch Vektorinsekten verringern und damit der Infektionskreislauf der Erkrankung unterbrechen. Die Behandlung mit einer einmaligen Dosis von 200 μg Fluconazol pro kg KG ist bei Patienten mit normalem Immunstatus und auf den [Darm] begrenzter Infestation durch Strongyloides stercoralis nachweislich wirksam und gut verträglich. 5.2 Pharmakokinetische EigenschaftenNach einmaliger oraler Verabreichung von 12 mg Diflucan in Tablettenform wurde die maximale Plasmakonzentration der Hauptkomponente (H2B1a) von durchschnittlich 46,6 ± 21,9 ng/ml ca. 4 h p.a. erreicht. Die nach oraler Verabreichung von Fluconazol gemessenen Plasmaspiegel sind im wesentlichen dosisproportional. Fluconazol wird [beim Menschen in der Leber] verstoffwechselt, und die Muttersubstanz bzw. deren Abbauprodukte werden über eine
    n Zeitraum von ca. 12 [h / Tagen] nahezu ausschließlich mit den Fäzes ausgeschieden, während weniger als 1% der verabreichten Dosis im Urin wiedergefunden wird. Beim Menschen beträgt die Plasmahalbwertszeit von Fluconazol ca. 12 h und die der Metaboliten ca. 3 Tage.6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN 6.1 HilfsstoffeMikrokristalline Zellulose, vorgequollene Maisstärke, Butylhydroxyanisol, Zitronensäure wasserfrei, Magnesiumstearat.6.2 Dauer der Haltbarkeit2 Jahre6.3 Besondere Lagerungshinweise Keine
    besonderen Lagerungshinweise. 6.4 Art und Inhalt des BehältnissesEinzeln in Alufolie versiegelt, dargereicht in Packungen zu 1, 4 oder 20 Tabletten (Aluminium/Aluminium)6.5 Hinweise für die Handhabung und Entsorgung (wenn erforderlich)Keine
    NAME ODER FIRMA UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERSBZW. ZULASSUNGSINHABERS MSD unterstützt Sie bei der Bekämpfung von Scabies (Krätze) in Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit unserem Arzneimittel Diflucan® Sehr geehrte Damen und Herren Ministerinnen und Minister,aus häufigen Anfragen – teilweise direkt aus Abteilungen der Ministerien, teilweise auch von den kommunalen Behörden – wissen wir, dass ein dringender Bedarf an einer raschen Eindämmung von ScabiesAusbrüchen in Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit dem Medikament Diflucan® (Fluconazol) besteht.Diflucan® ist innerhalb der EU nur in Frankreich zur Behandlung der Strongyloidiasis und Elefantiasis durch Wuchereria bancrofti zugelassen. Es ist seit Ende 2001 zusätzlich für die Indikation Krätze (Scabies) mit einer Einmalgabe von 200 μg/kg zugelassen und im Handelerhältlich. In Deutschland kann es daher als Einzelimport nach § 73 Arzneimittelgesetz eingesetzt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit hat Bezugserleichterungen durch eine
    Bekanntmachung nach § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes (AMG) vom 2. September 2015 verfügt.MSD unterstützt die Behörden, dieses Arzneimittel kurzfristig verfügbar zu haben. Um Ihnen eine
    schnelle und möglichst unbürokratische Versorgung von Flüchtlingen und Helfern mit Diflucan®bei Krätzeausbruch zu ermöglichen, möchten wir Sie über Bezugswege informieren, die wir mit der Komtur Apotheke bzw. Komtur Pharmaceuticals in Freiburg als Importeur abgestimmthaben. Sie finden eine
    Beschreibung auf Seite 2 dieses Briefes. Wir bitten Sie, bei Bedarf die zuständigen Abteilungen innerhalb Ihrer Häuser und die nachgeordneten Behörden über diese unkomplizierten Bezugsmöglichkeiten zu informieren. Darüber hinaus stehen wir mit unserem Mutterkonzern in den USA in Verbindung, um die Versorgung von Flüchtlingen und Helfern mit Diflucan® in Deutschland noch weiter zu vereinfachen.Haben Sie noch weitere Fragen? Wir beantworten sie gerne. Wenden Sie sich dazu bitte an Herrn Dr. Christian Altschuh in der Abteilung Gesundheitspolitik und Kommunikation. Seine
    Kontaktdaten finden Sie bitte im Briefkopf. .2Labordiagnostik bei Schweine
    n1.2.1Direkter ErregernachweisDie beim Schwein als Krankheitserreger relevanten Bakterien und Viren lassen sich fast ausnahmslos durch kulturelle Erregeranzucht nachweisen. In der Routinediagnostik werden jedoch häufig nur leicht kultivierbare bakterielle Erreger mittels kultureller Untersuchung nachgewiesen. Bei schwer kultivierbaren bakteriellen Erreger und Viren kommen heute üblicherweise PCRVerfahren zum Einsatz.Direkter Erregernachweis mittels kultureller UntersuchungOhne klinische Symptome oder typische Veränderungen an betroffenen Organen muss die Relevanz nachgewiesener Erreger immer hinterfragt werden. Wird z.B. Lungengewebe von Ferkeln kulturell untersucht, ist der alleinige Nachweis von Haemophilus parasuisund/oder Streptococcus suisäusserst vorsichtig zu interpretieren. Dies weil beide Erreger nicht primär für die Entstehung von Bronchopneumonien verantwortlich sind und den Respirationstrakt wahrscheinlich nur sekundär besiedelt haben –also ein „Zufallsbefund“ vorliegt. Haben die Ferkel gehustet und wurden in der Sektion resp. zielorientierten Organentnahme im Bestand Veränderungen an der Lunge nachgewiesen, sollte in solchen Fällen eine
    Untersuchung auf weitere PneumonieErreger mittels PCR erfolgen. Wurden die Ferkel aufgrund von ZNS Störungen untersucht, wäre der Nachweis von Haemophilus parasuisund/oder Streptococcus suis in Lungengewebe erkrankter Schweine
    keine
    Erklärung für die Symptomatik. Ausserdem würden sich diese Isolate auch nicht für die Herstellung einer stallspezifischen Vakzine eignen, weil sie nicht mit der Erkrankung in Verbindung stehen.Werden durch Erregeranzucht drei oder mehr Erreger in einer Probe nachgewiesen, muss immer auch eine
    Kontamination oder aber ein unsachgemässer Umgang mit der Probe bis zum Eintreffen im Labor angenommen werden. Nicht selten werden z.B. gleichzeitig Escherichia coli, verschiedene Enterococcus spp.,Streptococcus spp. und Staphylococcus spp. in Zervixtupfern oder Harnproben nachgewiesen. eine
    Zuordnungeinzelner Erreger als Auslöser für Entzündungen des Urogenitaltrakts von Sauen ist bei dieser Erregervielfalt nicht möglich.Bestimmung von ResistenzenHeute erfolgt in der Regel eine
    Bestimmung der minimalen Hemmstoffkonzentration (MHK) für verschiedene Wirkstoffe im Mikroboulliondilutionstest. Der MHKWert beschreibt die minimale Wirkstoffkonzentration, bei der in vitronoch eine
    Inhibition des Erregerwachstums erzielt werden kann. Ob die wachstumshemmende Konzentration eine
    s Wirkstoffs auch in vivoim jeweiligen Zielgewebe erreicht wird, hängt auch von der Pharmakodynamik und Pharmakokinetik des jeweiligen Wirkstoffes ab. Die Interpretation von MHKWertes in den Kategorien sensibel, intermediär und resistent erfolgt deshalb gemäss klinischen Grenzwerten (clinicalbreakpoints), welche diese Faktoren berücksichtigen. Die Beurteilungsgrundlagen solltenin Laborbefunden ausgewiesen sein (z. B. CLSI, EUCAST).In der Veterinärmedizin gibt es nicht für alle Erreger/Tierart/Indikation/Wirkstoffkombinationen festgesetzte klinischen Grenzwerte, in diesen Fällen kann durch die Angabe des MHKWertes zumindest eine
    Bewertung hinsichtlich Wildtyp versus NichtWildtyp erfolgen .Direkter Erregernachweis mittels PCRDie RealtimePCR bietet neben ihrer sehr hohen Sensitivität –sofern sie für quantitative Bestim mungen validiert wurde –auch die Möglichkeit, die Konzentration von DNA resp. RNA im Proben material zu bestimmen. Seit einigen Jahren kommen auch so genannte „Multiplex“PCRVerfahren zur Anwendung, die sich jedoch ausschliesslich als ScreeningMethode zur Untersuchung klinisch erkrankter Schweine
    eignen. Ihre analytische und diagnostische Sensitivität ist denen der anderen genannten Verfahren deutlich unterlegen.Bei der Interpretation von PCR Ergebnissen ist zu bedenken, dass der Nachweis eine
    s Genomfragments kein Beweis für die Vermehrungsfähigkeit des Erregers ist. Im Fall einer Erkrankung kann die PCR die klinische Verdachtsdiagnose erhärten. Liegen jedoch keine
    für den Erreger typischen Symptome vor, sollte ein Nachweis vorsichtig beurteilt werden. Je nach Erreger und verwendeter PCR kann der Test so empfindlich sein, dass ein einziger, möglicherweise nicht einmal mehr vermehrungsfähiger Erreger zu eine
    m positiven Testergebnis führt. Im Gegensatz dazu ist bspw. im Fall von Dysenterie die Sensitivität der meisten PCR Verfahren deutlich schlechter, weil bei der Etablierung und Validierung die Spezifität imVordergrund standen. Häufig werden 1000 oder mehr Bakterien von Brachyspira hyodysenteriaepro Gramm Kot benötigt, um in der PCR ein positives Testergebnis zu erhalten. Da diese oder geringfügig höhere Erregermengen oft bei Vorliegen einer Erkrankung festgestellt werden, kann die PCR hier unmittelbar die Diagnose absichern.
  • Im Umkehrschluss eignet sich die PCR in diesem Fall nur bedingt, in Gruppen von Schweinen die Erregerfreiheit zu untersuchen. Werden möglicherweise sogar Proben mehrerer Tiere vor der Untersuchung mit der PCR gemischt (sog. Poolproben), verschlechtert sich die diagnostische Sensitivität der PCR in der Regel derart, dass durch Verdünnung positiver Proben mit negativen keine
    positiven Ergebnisse mehr zu erwarten sind.Die Interpretation der Ergebnisse einer quantitativen Realtime PCR ist, verglichen mit Resultaten qualitativer PCR Verfahren, etwas einfacher, weil hier neben dem positiven Nachweis auch die Konzentration des Erregers mitgeteilt wird. Basierend auf solchen Befunden kann insbesondere die Bedeutung ubiquitär vorkommender Erreger an der Entstehung einer Erkrankung besser eingeschätzt werden. Sowohl bei PCV2 als auch bei L.intracellularisgeht man heute davon aus, dass nur hohe Erregerkonzentrationen in geeignetem Probenmaterial(Serum resp. Kotprobe) für eine
    klinische Erkrankung relevant sind (vom Labor oft als „+++“ mitgeteilt); niedrige Konzentrationen (entsprechend als „+“ mitgeteilt) sprechen dagegen eher für die Beteiligung anderer Erreger an der Entstehung einer Krankheit.Validierte PCR Verfahren sind demnach durch eine
    vergleichsweise hohe diagnostische Sensitivi tät und Spezifität gekennzeichnet; Kreuzreaktionen sind mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus liegt der PCR Befund sehr schnell vor,weil die Erreger für eine
    n Nachweis nicht kultiviert werden müssen. eine
    Unterscheidung zwischen lebenden und nicht mehr vermehrungsfähigen Erregern ermöglicht dieses Verfahren allerdings nicht. Ausserdem ist zu beachten, dass die Untersuchung von Sammel oder Poolproben durch den Verdünnungseffekt zu falsch negativen Ergebnissen führen kann!Indirekter Erregernachweis mittels SerologieSerologische Untersuchungen werden üblicherweise an Blutproben durchgeführt (z.B. PRRSVELISA), können zum Teil aber prinzipiell auch an Fleischsaftproben (z.B. SalmonellenMonitoring) oder Kolostrum (z.B. Clostridium perfringens) erfolgen. Die Verwendung eine
    s indirekten Erreger nachweises hat wesentliche Folgen für die Bewertung der Untersuchungsergebnisse. Grundsätz lich ist zu bedenken, dass die Reaktion eine
    s Schweine
    s auf eine
    Infektion frühestens nach etwa 2 3Wochen (bei einer Mykoplasmeninfektion sogar oft auch erst nach 6Wochen)nachweisbar ist. Wegen dieser Latenzzeit lassen sich Infektionen im Anfangsstadium mittels Serologie nicht fest stellen. Weitere Probleme bei der Bewertung von Befunden serologischer Untersuchungen erge ben sich aus der Tatsache, dass der Zeitpunkt der Infektion bei einmaliger Probenentnahme nicht einzugrenzen ist und somit völlig unklar bleibt, ob die Antikörper eine
    Reaktion auf eine
    aktuelle Infektion sind oder ob die Infektion schon Wochen (Monate) zurückliegt. Aus der Titerhöhe lässt sich der Infektionszeitpunkt nicht mit der erforderlichen Sicherheit ablesen! Die teils geübte Praxis, wenige Wochen nach eine
    m Krankheitsausbruch Blutproben zu ziehen und die Erreger, gegen die Antikörper nachgewiesen wurden, als Ursache der Erkrankung anzusehen, stellt ein riskantes Vorgehen dar, das zwangsläufig mit einer hohen Fehlerquote behaftet ist.Der Infektionszeitpunkt kann nur dann eingegrenzt werden, wenn zweimal, sofort bei Krankheitsbeginn und nach 34(6)Wochen, Blutproben genommen werden. Ein Anstieg der Antikörpermengen in den zweiten Proben lässt dann mit ausreichender Sicherheit auf eine
    erstkürzlich erfolgte Infektion schliessen. Die Forderung vieler Tierbesitzer nach einer möglichst günstigen Diagnostik führt an dieser Stelle oft zu Untersuchungen mit stark reduziertem Stichprobenumfang. Die Wahrscheinlichkeit, anhand sehr kleiner Stichproben eine
    korrekte Interpretation serologischer Befunde vorzunehmen, ist jedoch äusserst gering und hat bei den unter Praxisbedingungen oft angewendeten Stichprobenumfängen von drei bis fünf Proben je Entnahmezeitpunkt regelmässig Fehlinterpretationen zur Folge. Grundsätzlich muss bei serologischen Untersuchungen ein Kompromiss zwichen einer epidemiologisch notwendigen, aber auch finanziell akzeptablen Stichprobengrösse gefunden werden. In vielen Fällen sollte die Zahl untersuchter Schweine
    10 Proben je Altersgruppe jedoch nicht unterschreiten und durch klinische Befunde ergänzt werden. Bei der Interpretation der Ergebnisse kleiner Stichproben ist zudem zu bedenken, dass der Nachweis einer Serokonversion zwar als Beweis für die Beteiligung des Erregers am Krankheitsgeschehen bewertet werden darf, der fehlende Nachweis im Umkehrschluss eine
    Beteiligung aber nicht sicher ausschliesst.Im Rahmen der Planung einer serologischen Untersuchung gilt es weiter zu bedenken, dass sowohl maternale Antikörper als auch Impfantikörper die Bewertung der Ergebnisse einschränken bzw. unmöglich machen können. Maternale Antikörper werden mit dem Kolostrum von der Sau auf die Ferkel übertragen, haben also mit einer eigenen Infektion des Ferkels nichts zu tun. Da kein serologischer Test maternale Antikörper von den Antikörpern unterscheiden kann, die als Reaktion auf eine
    Infektion gebildet werden, sind serologische Untersuchungen bei Ferkeln unter Praxisbedingungen kaum zu empfehlen. Maternale Antikörper gegen verschiedene Erreger bleiben teils über eine
    recht unterschiedliche Zeit nachweisbar. Antikörper gegen PCV2 sind etwa bis zur 6.Lebenswoche nachweisbar, während Antikörper gegen Influenzavirus wesentlich länger (bis zur 16.Woche) erhalten bleiben.Teils unmöglich wird die Interpretation serologischer Befunde, wenn Schweine
    gegen den Erreger geimpft sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Impfung gegen Porzines Parvovirus. Die Vakzination kann zu einer Antikörperreaktion führen, die sich im serologischen Test in keiner Weise von der Reaktion auf die Infektion mit dem PPVFeldvirus unterscheidet, auch nicht in der Titerhöhe. Aus diesem Grund ist eine
    serologische Untersuchung in PPVgeimpften Schweine
    beständen nicht zu empfehlen.Der Wert serologischer Untersuchungen auf weit verbreitete Erregerist sehr fraglich. Ein gutes Beispiel dafür sind serologische Untersuchungen auf Antikörper gegen Haemophilus parasuis. Dieser Erreger kommt in annähernd allen Schweine
    beständen vor und ist auf den Schleimhäuten des Atmungstraktes bei gesunden und kranken Schweine
    häufig nachzuweisen. Neben den Erreger stämmen, die als Verursacher der Glässer’schen Krankheit infrage kommen, zirkulieren in den Beständen Haemophilus parasuis Stämme, die offensichtlich keine
    krankmachenden Eigenschaften haben,aber ebenfalls zu serologischen Reaktionen führen. eine
    Untersuchung, bei der von vornherein feststeht, dass viele Tiere serologisch positiv sind und die serologische Reaktion keine
    n Rückschluss auf eine
    Erkrankung zulässt, ist unter Praxisbedingungen kaum zu empfehlen. 3Labordiagnostik bei Rindern1.3.1Gastrointestinaltrakt KalbRindZiel der UntersuchungDie Hauptindikation für weiterführende Laboruntersuchungen im Bereich des Gastrointestinaltraktes ist in erster Linie Durchfall insbesondere beim Kalb. Das Ziel der Untersuchung ist die Identifikation des Durchfallerregers in Hinsicht auf Kontrollmassnahmen und Behandlungsmöglichkeiten. eine
    Erregeridentifikation wird v.a. bei Herdenproblemen vorgenommen. ProbenentnahmeDie Probenentnahme am lebenden Tier erfolgt durch die rektale Gewinnung von Kotproben.Alternativ kann auch eine
    post mortem Untersuchung in der Pathologie Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben. Dabei kann auch die Darmschleimhaut noch histologisch untersucht werden.Auswahl der zu beprobenden TiereEs sollten möglichst frisch erkrankte Tiere ausgewählt werden, die nicht vorbehandeltsind. Die Anzahl der zu untersuchenden Tiere pro Gruppe ist abhängig von der Prävalenz der Erkrankung. Am besten werden mindestens frisch erkrankte, unbehandelte Tiere beprobt, dazu noch mindestens 3 gesunde Tiere (mindestens bei Kälbern, da z.B. Rotaviren auch von gesunden Tieren ausgeschieden werden können).Auswahl der UntersuchungsmethodeZur Identifikation von bakteriellen Erregern, werden die Keime aus dem Kot kultiviert. Für eine
    Salmonellenuntersuchung wird zusätzlich eine
    Anreicherung vorgenommen, um auch geringe Ausscheidungsmengen zu entdecken.Cryptosporidium parvumOozysten werden durch Flotation nachgewiesen. Der Goldstandard zum Nachweis von viralen Durchfallerregern ist die PCR. Für den Nachweis der gängigsten Kälber durchfallerreger (E. coli, Bovines Rotavirus, Bovines Coronavirus, krsporidum parvum) stehen ELISA Schnelltests zur Verfügung. 2Respirationstrakt Kal RindZiel der UntersuchungDas Ziel der Untersuchung ist die Identifikation der/des verursachenden Erreger(s). eine
    Erregeri dentifikation wird v.a. bei Herdenproblemen vorgenommen. Die häufigste Indikation für eine
    Laboruntersuchung ist das gehäufte Vorkommen von Bronchopneumonien.ProbenentnahmeDie Probenentnahme am lebenden Tier erfolgt am besten mit einer transtrachealen Lavage und muss unter sterilen Kautelen durchgeführt werden. Erwachsene Tiere sollten dazu idealerweise in eine
    m Klauenstand fixiert werden können. Alternativ kann natürlich auch eine
    post mortem Unter suchung in der Pathologie Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben. Die Entnahme von tiefen Nasenrachentupfern gibt keine
    n direkten Aufschluss auf den Erreger einer Pneumonie, da nicht zwangsmässig die gleichen Erreger in den oberen und unteren Atemwegen anzutreffen sind, aber sie kann im Sinne einer Herdenabklärung eine
    n Überblick über die vorhandenen Respirati onserreger schaffen.Auswahl der zu beprobenden TiereEs sollten möglichst frisch erkrankte Tiere ausgewählt werden, die nicht vorbehandelt sind. Die Anzahl der zu untersuchenden Tiere pro Gruppe ist abhängig von der Prävalenz der Erkrankung. Auswahl der UntersuchungsmethodeZur Identifikation von bakteriellen Erregern, wird die Lavageflüssigkeit kultiviert. Für den Nachweis von Mycoplasma bovisund viralen Erregern kann auch eine
    PCR der Lavageflüssigkeit durchge führt werden. Nasenrachentupfer können auch zum Nachweis von Viren und Mykoplasmenvia PCR angewendet werden.Im Fall einer Abklärung mittels Kultur von Sektionsmaterial muss berücksichtigt werden, dass möglicherweise eine
    Sekundärflora (z.B . T. pyogenes) anstatt des primären Krankheitserregers isoliert werden kann, wenn das Tier erst nach einigen Krankheitstagen gestorben ist. 3MastitisBei derMastitisdiagnostikist es wichtig, ob es sich um eine
    Untersuchung am Einzeltier handelt oder ob ein Bestandesproblem angegangen werden muss. EinzeltierIm Einzelfall ist das primäre Ziel die Erregeridentifikation, um eine
    gezielte Therapie zu gewährleisten. Im Sinne einerGood Veterinary Practice ist eine
    Keimidentifikation sowohl in Fällen von klinischen als auch von subklinischen Mastitiden angezeigt.HerdeIm Falle eine
    s Bestandesproblems gilt es, den Leitkeim zu identifizieren, welcher primär für das Problem verantwortlich ist. Ein Bestandesproblem besteht, wenn auf eine
    m Betrieb die primären Kennzahlen der Eutergesundheit die folgenden Grenzwerte überschreiten:Theoretische Tankzellzahl im Jahresmittel >150‘000 Zellen/ml, > 20%der Tiere mit Zellzahlen >150‘000 Zellen/ml, und > 7% Abgänge wegen Eutergesundheitsproblemen (in Bezug auf alle Milchkühe in der Herde).Die Keimidentifikation ist bei eine
    m Herdenproblem auch eine
    wichtige Grundlage für die Wahl von Kontrollmassnahmen.ProbenentnahmeDie Milchprobenentnahme für eine
    bakteriologische Untersuchung mittels Kultur hat aseptisch zu erfolgen. Dies beinhaltet das Reinigen und Desinfizieren der betreffenden Zitze, das Tragen von Einweghandschuhen und die möglichst kontaminationsarmeEntnahme durch Handmelken (Lehrvideo:https://www.youtube.com/watch?v=_Z2pl9E2HAY). Erfolgt die Probenentnahme für eine
    PCR Untersuchung kann eine
    saubere Probenentnahme, d.h. von der gründlich gereinigten Zitze toleriert werden.ProbenmanagementNach der Entnahme muss die Probe eindeutig gekennzeichnet werden (Tier ID, Besitzer, Entnah medatum, betroffenes Viertel) und bei 5°C bis zur Weiterverarbeitung gelagert werden. Wird die Probe nicht gleichentags weiterverarbeitet, empfiehlt es sich, diese einzufrieren. 4Auswahl der Untersuchungseinrichtung und der Unter suchungsmethodeEigenes PraxislaborDa im praxis eigenen Labor meist keine
    in bakteriologischen Untersuchungsmethoden geschultes Personal und nur beschränkte Analysemethoden zur Verfügung stehen, empfiehlt sich die Nutzung ausschliesslich für akute klinische Mastitiden, wo für den Therapieerfolg möglichst schnell ein Ergebnis zur Unterscheidung gram –/ gram+ vorliegen muss. eine
    Evaluation der momentanen Testkits, die auf verschiedenen Selektivnährmedien beruhen, ist in Arbeit.Kommerzielles Labor mit AkkreditierungProben von chronischen und/oder subklinischen Mastitiden, Herdenabklärungen und Antibiogramme sollten in jedem Fall zur Analyse in ein akkreditiertes Labor geschickt werden.Methoden: KulturDie Kulturmethode ist generell als Standardmethode zur Abklärung von Mastitis zu empfehlen, da mit Ausnahme von Mykoplasmen alle wichtigen Mastitiskeime inklusive seltener Erreger auf Blutagar wachsen.Gleichzeitig kann ab Reinkultur auch gleich anschliessend ein Antibiogramm vorgenommen werden. Bei kontaminierten Proben, d.h. bei mehr als 3 Keimen in derselben Quantität wird das Resultat als „Mischflora“ ausgegeben. Ein solches Ergebnis ist nicht interpretierbar und die Probenent nahme muss wiederholt werden. eine
    Erstellung eine
    s Antibiogrammes aus einer Mischflora ist nicht statthaft.Im Falle einer S. aureusInfektion ist eine
    einizige Kulturuntersuchung oft nicht aussagekräftig, weil die Sensitivität in diesem Fall ungenügend ist. Um eine
    S. aureusInfektion sicher zu diagnostizieren müssen 3 Proben im Abstand von 1014 Tagen mit Kultur untersucht werden.Methoden: PCRDie PCR Methode ist sehr sensitiv und spezifisch für die Mastitisdiagnostik. Verschiedene kommerzielle Labors bieten die PCR für einzelne Keime oder als multiplex PCR für alle wichtigen Mastitiserreger an. Auch für die Genotypisierung von S. aureussteht eine
    kommerzielle PCR zur Verfügung, die auch auf Tankmilchebene anwendbar ist.Die PCR empfiehlt sich als Methode der Wahl im Rahmen einer S. aureusSanierung oder im Falle eine
    s Verdachts auf eine
    Mycoplasma bovisInfekion. Mit der PCR ist auch die Untersuchung von Poolproben möglich. Siegel E, Hrsg. Diabetes mellitus XXS pocket: 2011. 3 Aufl. Grünwald: Börm Bruckmeier Verl.; 201188 Bretzel RG, Nuber U, Landgraf W et al. S139114 Breuer TGK, Aziz, M. S. Abd El, Meier JJ. Therapieoptionen des Diabetes mellitus Typ 2 bei hospitalisierten Patienten. Diabetologie und Stoffwechsel 2014; 9 (02): R9-R20115 Siegel E, Schröder F, Kunder J, Dreyer M, Jakob Jensen G, Rixrath B. Diabetes mellitus pocket. 7 Aufl. Grünwald: Börm Bruckmeier; 2016116 Umpierrez GE, Isaacs SD, Bazargan N et al. J Clin Endocrinol Metab 2002; 87 (3): 978 – 982117 van den Berghe G, Wouters P, Weekers F et al. Intensive insulin therapy in critically ill patients. N Engl J Med 2001; 345 (19): 1359 – 1367118 Brunkhorst FM, Engel C, Bloos F et al. Intensive insulin therapy and pentastarch resuscitation in severe sepsis. N Engl J Med 2008; 358 (2): 125 – 139119 Wiener RS, Wiener DC, Larson RJ. Benefits and risks of tight glucose control in critically ill adults: a meta analysis. JAMA 2008; 300 (8): 933 – 944120 Kavanagh BP, McCowen KC. Clinical practice. Glycemic control in the ICU. N Engl J Med 2010; 363 (26): 2540 – 2546121 Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge der Sepsis. 1. Revision der S2k Leitlinien der Deutschen SepsisGesellschaft e.V. (DSG) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv und Notfallmedizin (DIVI). Im Internet: www.sepsisgesellschaft.de/DSG/Deutsch/Krank heitsbild+Sepsis/Informationen+fuer+Mediziner/Leitlinien; Stand: 2016 Jun 08122 Goldberg PA, Siegel MD, Sherwin RS et al. Vogt C, Dreyhaupt J, Hasslacher C. Einfluss der nachlassenden Nierenfunktion auf die Insulindosis bei Typ 1 und Typ 2Diabetikern. Diabetologie und Stoffwechsel 2006; 1 (05): 311 – 318178 Rave K, Heise T, Pfutzner Eur Heart J 2013; 34 (39): 3035 – 3087213 Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Nationale VersorgungsLeitlinie Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter, 1. Auflage. Im Internet: www.leitlinien.de/nvl/diabetes/neuropathie; Stand: 2016 Jun 17214 Risse A. Diabetisches Fußsyndrom. In: Petrak F, Herpertz S, Hrsg. Psychodiabetologie. Berlin: Springer; 2013: 120 – 126 Morbach S, Müller E, Reike H et al. Diabetisches Fußsyndrom. Diabetologie und Stoffwechsel 2015; 10 (S 02): S172S180216 Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Oppenheimer Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß in der Deutschen Diabetesgesellschaft vom 2. Oktober 1993.Stand: 2016 Jun 17217 Kellerer M, Matthaei S. Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft: Aktualisierte Version 2012. Diabetologie und Stoffwechsel (7); (7), 2012: S83–S200218 Risse A, Grafenkamp T, Hüppler M et al. Wundtherapie bei diabetischem Fußsyndrom.